Aktivitäten / 10 Apr 2024

8 Schnorchelrouten zum Abtauchen in Sant Antoni

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s gibt kaum etwas Schöneres, als im Sommer in das klare Wasser einer mediterranen Bucht abzutauchen, und für viele gehört das zum perfekten Urlaub einfach dazu. In Sant Antoni de Portmany gibt es unzählige interessante Ecken entlang der Küste zu entdecken, die dazu einladen, dieses Abenteuer selbst einmal auszuprobieren. Damit das Ganze noch einfacher wird, gibt es in Sant Antoni 8 Schnorchelrouten, auf denen man die Wunderwelten erkunden kann, die unter der Wasseroberfläche schlummern. Sowohl Anfänger als auch erfahrene Schnorchler haben ihre Freude an den Routen, die vielfältige Unterwasserlandschaften und Untergründe abdecken. Zur Einstimmung gibt es im Folgenden eine genauere Beschreibung der Routen.

Genießen Sie die 8 Schnorchelrouten, die von Sant Antoni angeboten werden

Salt d’en Portes

Diese versteckte Bucht an der Küste von Portmany ist eine echte Perle am Fuß einer kleinen Steilklippe in der Nähe des Stadtzentrums. Sie befindet sich entlang des Wanderwegs zum Aquarium Cap Blanc und ist über eine unauffällige Treppe zu erreichen. In diesem Idyll warten einige Fischerhütten, türkises Wasser und schneeweißer Sand auf die Schnorchler, der sich mit felsigen Abschnitten abwechselt, in denen verschiedene Meeresbewohner Zuflucht finden. Da der Zugang zum Wasser einfach ist, bietet sich diese Location besonders für Familien an. In den Felsen am Meeresgrund leben Fischarten wie der Fluss-Schleimfisch mit seinem großen Kopf und den hervorstehenden Augen, kleine Oktopusse, die stets gut getarnte Scholle und, ganz in der Nähe des Grundes, im Wald aus Posidonia-Seegraswiesen, die Fischbrut und die Goldstriemenbrasse, die sich von den Blättern dieser Unterwasserpflanze ernährt.

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Cap Blanc

Zwei Felszungen erstrecken sich hier ins Meer und erschaffen damit eine geschützte Zone nördlich des Cap Blanc-Aquariums, noch vor der Bucht Cala Gració. Hier können Schnorchelfreunde ganzjährig abtauchen, da hier weder Boote verkehren noch viele Menschen unterwegs sind. Zu Beginn ist der Untergrund mit Steinplatten bedeckt, die von Algen überzogen sind.  Zu unserer Rechten begrenzt eine Felszunge einen Bereich, in dem die Posidonia-Pflanzen je nach Jahreszeit die Farbe wechseln: Im Sommer sind sie heller, im Winter sattgrün. Dann sinkt der Meeresboden weiter bis in eine Tiefe von mehr als fünf Metern ab. Dort kommt auf seine Kosten, wer gerne tiefer abtaucht. An der gegenüberliegenden Landzunge finden wir senkrechte Steinwände auf felsigem Untergrund, der eine Vielzahl an Arten beherbergt, darunter Oktopusse und Mönchsfische, die sich in den Felsspalten und -ritzen verstecken.

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Caló des Moro

Die Caló des Moro ist ein urbanes Juwel, da man hier eine mediterrane Bucht besuchen kann, ohne dabei die Stadt verlassen zu müssen. Sie ist nach Westen ausgerichtet und vom Passeig de Ponent erreichbar. Das blendend helle Weiß des Sandes bildet hier einen starken Kontrast zum intensiven Grün der Posidonia oceanica. Die Seegraswiesen sind ein echtes Naturwunder und Heimat für mehr als tausend Tier- und Pflanzenarten. Der Einstieg ins Wasser ist sehr leicht, und der Meeresgrund hat eine Tiefe zwischen einem und drei Metern. Wenn wir nah an der Felswand bleiben, können wir eine Felsplattform entdecken, die sanft abfällt. In ihren vielen Löchern und kleinen Kratern voller Sand leben häufig Seegurken und Seeigel. Wenn wir bis zum äußersten Punkt der Landzunge weiterschwimmen, gelangen wir in eine kleine Einbuchtung, wo der Boden in eine Tiefe von über fünf Metern abfällt. Hier können wir uns auf den Rückweg begeben und dabei Nasenfische, Geißbrassen und Goldstriemenbrassen beobachten.

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Cala Saladeta

Die Cala Saladeta ist die typische, mediterrane Bucht schlechthin. Sie liegt geschützt inmitten von Pinienwäldern und Felsen, das glasklare Wasser schimmert über dem schneeweißen Sand und das strahlende Grün des Posidonia-Seegrases rundet das Bild ab und macht die Bucht zu einem ästhetischen Hingucker, einem echten Geschenk für die Augen und alle anderen Sinne. Wenn wir uns zuerst nach rechts wenden und der Felswand bis zum Ende der Landzunge folgen, passieren wir zunächst sandigen Untergrund, der dann in einen dichte Seegraswiese übergeht. Hier können wir Schwärme glitzernder Goldstriemenbrassen beobachten, die sich von den Pflanzen ernähren. Erfahrenere Apnoe-Taucher können sich hier in den küstenferneren Gebieten der Felsküste in mehrere Meter Tiefe begeben. Außerdem gibt es hier Schwärme von Großkopfmeeräschen, Mojarras, Doraden und Seesterne zu sehen, und direkt auf den Felsen leben Krebse und Seeigel.

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Infografik der Schnorchelroute Cala Saladeta

Cap Negret

Diese Schnorchelroute kann nur vom offenen Meer angesteuert werden und ist daher deutlich schwieriger. Dafür führt sie uns aber entlang einer eindrucksvollen Küstenlandschaft mit Gebieten voller Artenvielfalt und unberührter Meeresböden. Es ist empfehlenswert, in der kleinen Bucht beim Cap Negret vor Anker zu gehen, direkt gegenüber einer kleinen Meereseinbuchtung. Hier sorgt eine Höhle namens Las Palomas dafür, dass wir bei ruhiger See an solch einem spektakulären Ort in Ruhe abtauchen können. Der Untergrund ist hier mit glatten, weißen Kieseln bedeckt. Wenn wir uns von der Höhle aus nach links wenden, fällt der Boden abrupt ab und lädt erfahrene Apnoetauchen ein, sich bis in eine Tiefe von über sechs Metern zu begeben. In dieser Tiefe kann man eine beeindruckende Unterwasserlandschaft voller großer Felsbrocken und Felswänden erleben, die wie mit dem Messer geschnitten erscheinen. Wenn wir uns beim Verlassen der Höhle nach rechts wenden, ist der Untergrund deutlich flacher und von großen Felsen bedeckt, in denen Oktopusse, Geißbrassen, Brandbassen und Mönchsfische Zuflucht finden. Aus den blauen Tiefen können wir Schwärme kleiner Fischchen beobachten, die versuchen, ihren Räubern wie der Zahnbrasse, der Dorade und im Herbst der Bernsteinmakrele zu entweichen.

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Sa Foradada

Diese Route zählt zu den beliebtesten bei erfahreneren Schnorchlern. Im Norden von Sant Antoni, hinter der Cala Salada, erreichen wir das Cap Gros an der Nordseite des Felsnadelöhrs Sa Foradada. Dieser kleine Durchgang am Seitenausläufer der Bucht ist der Namensgeber für das ganze Gebiet und macht den Ort so einzigartig. Hier können wir auf dem Meeresgrund lose Steine, runde Kiesel und riesige, von Algen überzogene Felsblöcke sehen. Entlang der Küste gibt es viele Steilwände voller Spalten und Durchgänge, die besonders interessant sind, da hier Geißbrassen, Brandbrassen, Mönchsfische, Drachenköpfe und Schriftbarsche unterwegs sind. In vier Metern Tiefe befindet sich ein kleiner Felsbogen, den man allerdings wegen seines geringen Durchmessers nicht durchqueren sollte.

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Punta Galera Küste

Punta Galera

Diese Bucht mit ihren markanten Felsterrassen gehört zu den eigenartigsten Buchten Sant Antonis und zu den beliebtesten Zielen bei Schnorchelfreunden. Man kann vom Land aus starten, allerdings empfiehlt sich der Zugang vom Wasser, um den Weg zur Nordseite der Bucht Punta Galera hinter dem nächstgelegenen Kap optimal auszukosten. Unser Ausgangspunkt befindet sich zwischen den kleinen Felsblöcke, die die Bucht prägen, und der Felswand zu unserer Rechten. Hier gleiten wir über einen steinbedeckten Untergrund hinweg, der uns spannende und ruhigere Abschnitte zu bieten hat. Man kann hier zum Beispiel Schwärme von Nasenfischen, Goldstriemenbrassen, Geißbrassen und Meerbrassen beobachten, und vielleicht lugt auch der ein oder andere Oktopus aus einem der Löcher im Felsen. Die Wände sind mit Algen und Schwämmen bedeckt, und in mittlerer Tiefe kann man die strahlend roten Pferdeaktinien, im Spanischen auch Meerestomate genannt, bewundern.

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Meerbarbe und Brassen

Cala Gracioneta

Die Cala Gracioneta ist eine charmante kleine Bucht zwischen zwei felsigen Landzungen, direkt neben der Cala Gració und ganz in der Nähe von Sant Antoni. Sie lockt mit einem Unterwasserspaziergang voller Leben und ohne größere Hindernisse, sofern wir in Ufernähe bleiben. Wenn wir der Felswand nach rechts folgen, finden wir einen Untergrund mit mittelgroßen Felsen vor, der unter anderem von Fluss-Schleimfischen, Gründlingen und Schriftbarschen bewohnt wird.  Bei den Algen, die die Felsen überziehen, handelt es sich um die Art Padina pavonica, eine ringförmige, weiße Trichteralge. Sobald wir das Ende der Landzunge erreichen, weichen die Felsen einer glatten Plattform mit einer letzten Felsstufe, die in einen Posidonia-Seegraswald bis auf eine Tiefe von über sechs Metern hinabführt, die sich nur für erfahrene Apnoe-Taucher empfiehlt. Wenn wir allerdings auf der Plattform bleiben, können wir die bunte Unterwasserfauna beobachten, darunter Großkopfäschen, Meeräschen und Goldstriemenbrassen. Unsere Tour führt uns bis zu den typischen Fischerhütten und zurück zur Bucht. Wenn wir uns dabei an der algenbedeckten Wand halten, können wir auf dem Rückweg Geißbrassen und Mönchsfische beobachten.

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