Schnorchelrouten – Cap Blanc
Cap Blanc
Nördlich des Aquariums Cap Blanc, vor der Cala Gració, nimmt die Küste eine ungewöhnliche Form an. Hier ragen zwei felsige Landzungen ins Meer und bilden eine Art Schutzraum. Außerdem gibt es ein altes Fischerhäuschen, das sich als Ausgangspunkt anbietet.
Hier kann man das ganze Jahr über ins Wasser gehen. Besonders im Winter ist das Wasser transparent und ein dünner Neoprenanzug reicht schon aus, wenn man sich ins Nass stürzen und auf eine spannende Entdeckungstour begeben will. Ein Vorteil ist dabei, dass weniger Menschen unterwegs sind und keine Boote fahren.
Schon kurz nach dem Eintauchen ins Wasser befinden wir uns auf Felsplatten, die von Braunalgen bedeckt sind und auf denen man im Wasser stehen kann. Dann können wir uns in Richtung der Landzunge zu unserer Rechten begeben. Dort gibt es eine Posidonia-Seegraswiese, an der man besonders gut den Verlauf der Jahreszeiten beobachten kann. Am Ende des Sommers sind die Blätter lang, aber nicht besonders grün, da sie schon das ganze Jahr von Epiphyten und anderen Kleinstlebewesen bedeckt waren, die ihnen die Farbe entziehen. Im Winter und Frühjahr ist die Seegraswiese dagegen leuchtend grün, wenn die frischen, parasitenfreien Blätter noch strahlen.
Der Untergrund wird langsam immer tiefer und die Felswand fällt immer steiler vertikal ab. Wer sich gerne tief hinabwagt, kann bis zum Meeresboden tauchen, der sich in mehr als 5 m Tiefe befindet.
Wenn wir das Ende der ersten Landzunge erreicht haben, können wir zur anderen Seite auf unserer Linken schwimmen. Auch hier gibt es vertikale Steilwände, die auf einem Untergrund voller mittelgroßer Felsen ruhen, die das perfekte Versteck für unterschiedlichste Meerestiere bieten.
Während wir dann zum Ausgangspunkt zurückkehren, vergeht die Zeit bestimmt wie im Flug und wir sehen schon bald die abertausende bekannter Felsspalten und Klüfte der Felsplattform und der Steilwand wieder, in denen unter anderem Oktopusse und andere Arten, wie die Mönchsfische, leben.

